Speicherstadt Hamburg

Hamburg

Die Speicherstadt in Hamburg ist ein seit 1991 unter Denkmalschutz stehender Komplex aus Lagerhäusern im Hafenviertel der Hansestadt. Seit 2015 ist sie ebenfalls Teil des UNESCO-Welterbes. Der erste Abschnitt des Komplexes wurde im Jahr 1888 fertiggestellt. Die von insgesamt sechs Fleeten durchzogene Fläche der Speicherstadt beträgt in etwa 26 Hektar. Gebaut wurde der Lagerhauskomplex den beiden früheren Elbe-Inseln Kehrwieder und Wandrahm. Sie befindet sich im nordöstlichen Gebiet des Hamburger Hafens und in direkter Nähe zum Altstadtkern. Ursprünglich wurde die Speicherstadt als Teil eines Abkommens zwischen der Hansestadt Hamburg und dem Deutschen Reich errichtet.

Ware zollfrei lagen

Im Jahr 1881 willigte Hamburg einem beitritt in das Deutsche Reich ein, sofern es weiterhin eine Möglichkeit für die Hamburger Kaufleute gäbe, Ware zollfrei zu lagern und zu verarbeiten, Aus diesem Anlass wurde eine Fläche wenig abseits des Hafens benötigt und die Speicherstadt entworfen. Fristgerecht wurde der erste Abschnitt 1888 eröffnet, in dem Jahr in dem Hamburg dem Deutschen Zollverein beitrat.

Um den Bau zu ermöglichen musste das aus dem 16. Jahrhundert stammende, örtliche Wohnviertel komplett abgerissen werden. Insgesamt vielen diesem vorhaben 1.100 Häuser zum Opfer und etwa 20.000 Menschen waren gezwungen umzusiedeln. Den Schlusstein legte Kaiser Wilhelm II bei den Festivitäten anlässlich der Fertigstellung des ersten Abschnittes. Etwa zehn Jahre später wurde das zweite Drittel und noch vor dem Ersten Weltkrieg der letzte Abschnitt fertiggestellt. Auf die letzten beiden geplanten Blocks wurde verzichtet.

Hamburger Freihafen-Lagerhaus-Gesellschaft

Die Aufgabe der Durchführung und nach abgeschlossenem Bau auch die Verwaltungstätigkeit der Speicherstadt kam der HFLG (Hamburger Freihafen-Lagerhaus-Gesellschaft) zu, die sich mittlerweile zur HHLA (Hamburger Hafen und Logistik AG) entwickelt hat. Schon von Beginn an war die Speicherstadt als Aktiengesellschaft geplant, deren Anteile bis 1927 zwischen der Stadt Hamburg und der Norddeutschen Bank aufgeteilt waren. Seit 1927 ist die Stadt Hamburg alleiniger Aktionär.

Während des Zweiten Weltkriegs wurde die Speicherstadt stark in Mitleidenschaft gezogen. Etwa die Hälfte der bebauten Fläche wurde zerstört. Der auf den Krieg folgende originalgetreue Wiederaufbau des Lagerhauskomplexes zog sich bis in das Jahr 1967. Seit 2004 ist fast die gesamte Speicherstadt zollrechtlich wieder dem Inland zuzurechnen. Mittlerweile ist sie historischer Bestandteil der neuen HafenCity der Hansestadt. Der Baustil der Lagerhäuser ist zu der neugotischen Backsteinarchitektur zu zählen. Einerseits besitzen die auf Eichenpfählen gestützten Bauwerke Zugang zu den jeweiligen Fleeten, andererseits einen direkten Zugang zur Straße.

hamburg-speicherstadt

Das 1902 gebaute Speicherstadtrathaus hebt sich vom Baustil der übrigen Gebäude ab. Es wurde im Architekturstil der Neorenaissance errichtet. Ursprünglich waren sämtliche Bauwerke der Speicherstadt mit Holzböden versehen. In den meisten Fällen gab es fünf Stockwerke, die der Lagerung von Tee, Kaffee so wie Gewürzen dienten. Der unterste Boden ann theoretisch immer wieder von Hochwasser in der Elbe überschwemmt werden, weshalb schon damals die unterste Etage lediglich für den Versand von Produkten und nicht für Einlagerungen verwendet wurde.

Mittlerweile wird die Speicherstadt aber für andere Zwecke genutzt. Viele Teppichhändler haben sich angesiedelt und es wurden verschiedene Museen wie das Zollmuseum, das Gewürzmuseum und das Speicherstadtmuseum eröffnet. Auch das Miniatur Wunderland ist seit dem Jahr 2000 in den ehemaligen Lagerhäusern beheimatet. Daneben sind die vielen Brücken charakteristisch für den Stadtteil. Zu den weiteren Sehenswürdigkeiten zählen das Fleetschlösschen, das Hamburgische Architekturarchiv und das Wasserschloss Speicherstadt.

AdresseSpeicherstadt
Hamburg
Erbaut1883

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