Akropolis

Die Akropolis, das Wahrzeichen der griechischen Hauptstadt Athen, ist eines der meistbesuchtesten Orte Europas, zu dem Touristen aus aller Welt Jahr ein Jahr aus pilgern, um in die Geschichte der Antike zu tauchen. Der Parthenon, der aus der Millionenstadt Athen herausragt, ist der wohl bekannteste Tempel, den jeder sofort als Athener Akropolis erkennt. Doch die Akropolis ist vielmehr als der Parthenon. Akropolis bedeutet im Griechischen „die obere Stadt“. Wie alt die damalige Befestigungsanlage tatsächlich ist, deuten Spuren an, die bis in die Jungsteinzeit führen. Zur mykenischen Zeit, der Kultur Griechenlands in der späten Bronzezeit, war die Akropolis schon Sitz von Königen und diente allein als Schutzburg gegen andere Völker. Diese erste Burg fiel den Persern zum Opfer. Die Funktion als Schutzwall verlor der Bau zur Zeit des so genannten demokratischen Athens, eine Zeit, die um 500 vor Christi als Blütezeit Athens folgte. Es war die Zeit der Dichter und Denker und die Geburt der Demokratie. Die Akropolis wurde der Göttin Athene geweiht und sollte als der Sitz der Götter dienen. Perikles war es, der mit den besten Architekten und Bildhauern die Akropolis im Herzen der Stadt neu aufbauen ließ. Nach dem Sieg der Griechen über die Perser wurde die Stadt Athen zum Zentrum der hellenischen Welt.

Mit dem monumentalen Bau der Tempel wollte man von hier aus Größe und Macht demonstrieren. Der Parthenon bildet den Haupttempel der Anlage und war zu Ehren der Stadtgöttin Pallas Athene erbaut worden. Die Griechen sprachen hiermit ihren Dank für den Sieg über die Perser aus. Auf einem Fundament, das aus drei Stufen besteht, ragen die wuchtigen Säulen im dorischen Stil gut zehn Meter in die Höhe und schließen mit einem Kapitell ab. Darauf befindet sich das Gebälk mit einem Fries, der wiederum zahlreiche Figuren von Göttern und Menschen darstellt, allesamt, wie der Tempel selbst, aus dem Marmor der Region Attika erbaut. Noch wertvoller als der Tempel war die Statue der Göttin Athene, die darin gestanden hatte – aus Elfenbein und Gold in zwölf Metern Höhe. Ein weiterer Tempel auf der Akropolis ist das Erechtheion, markant und auffällig vor allem durch seine Korenhalle. So genannte Karyatiden tragen als weibliche Statuensäule das Gebälk und sollten in diesem Sinne den heiligsten Tempel der Akropolis bewachen.

akropolis-museum

Das Erechtheion besteht aus weiteren zwei Teilen, dem Tempel der Athena Polias sowie dem Pandroseion. Der Athene-Polias-Tempel mit seiner Nordhalle ist im ionischen Stil erbaut und empfängt mit sechs schlanken Säulen seine Besucher. Hierin soll sich das eigentliche Heiligtum, das Kultbild der Athene, befunden haben. Der Pandroseion ist ein offener Teil des Tempels, in dem der Ölbaum gestanden haben soll, den die Göttin ihrer Stadt zum Geschenk machte. Die so genannten Propyläen, auch im schlichten dorischen Stil, bildeten das Tor zur Akropolis und gliederten sich in ein Torhaus und zwei Flügelbauten. Ein Teil der Propyläen wurde aufgrund des Peloponnesischen Krieges nie fertig gestellt. In diesem Bereich befindet sich auch der Nike-Tempel, der kleiner ist als die anderen Bauten auf der Akropolis und den ionische Säulen und filigrane Skulpturen im Fries bekleiden. Hierin soll in der Antike ein Kultbild gestanden haben und vor dem Tempel ein Altar. Wer im Geschichtsunterricht aufgepasst hat, der weiß, wie reichhaltig und spannend die Geschichten der Antike sind. Wer die Stadt Athen besucht, dem bieten sich zahlreiche Möglichkeiten, Geschichte und Kultur der griechischen Antike kennenzulernen. Wer sich die Zeit nimmt, schon im Vorfeld einiges darüber zu erfahren und anhand eines Reiseführers der griechischen Antike auf die Spur zu kommen, dem begegnen beim Besuch der Akropolis nicht nur steinerne Zeugen einer vergessenen Zeit, sondern der taucht vielmehr ein in die Geschichte, hört regelrecht ledernde Sandalen über den Kalkstein-Berg laufen.

Informationen zur Akropolis:

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